Crossing Harbour Bridge – wo soll’s los gehen

Die Harbour Bridge – (zweites) Wahrzeichen der Stadt

Gleich an zweiter Stelle der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Sydney – nach dem Sydney Opera House – kommt natürlich die Harbour Bridge. Und mit Baukosten von etwa 13,5 Millionen AUS$ – statt der veranschlagten 3 Mio AUS$ – zählt sie wohl auch nicht unbedingt zu den kostengünstigsten Bauwerken der Stadt. Aber auch die Instandhaltungskosten sind nicht zu unterschätzen: pro Anstrich werden etwa 80.000 Liter Farbe verbraucht! Und warum ist die Brücke grau? Weil das zur Bauzeit (bis 1932) die einzige Farbe war, die in derart großer Menge verfügbar war.

Spaziergang mit genialem Ausblick

Einmal über die Harbour Bridge spazieren – das sollte auf jeden Fall auf Deiner ToDo-Liste stehen. Du wirst dafür nicht nur mit einem einmaligen Blick auf das Opernhaus und den Circular Quay belohnt, Du bekommst auch einen ganz neuen Eindruck von der Größe der Brücke. Neben der Fahrbahn und der Bahnstrecke gibt es auf rechten Seite (von der Stadt aus gesehen) den Weg ausschließlich für Fußgänger, Fahrräder sind nicht erlaubt. Zugänge gibt es entweder im Botanischen Garten, am Circular Quay oder in The Rocks. Meine Empfehlung ist aber, von der anderen Seite aus zu starten, also von Milsons Point in Richtung City. Damit hast Du die Skyline und das Opernhaus quasi immer in Blickrichtung und kannst sogar gleich drei Attraktion mit in die Tour einbeziehen.

Mit der Fähre nach Milsons Point

Die Überfahrt mit der Fähre ist zwar nicht lang, aber es lohnt sich allemal! Es ergeben sich neue Blickwinkel auf die Brücke, die Skyline, auf das Opernhaus – und es macht einfach Spaß! Die Fähre (F4) fährt etwa alle 30 Minuten vom Circular Quay weg, die Überfahrt dauert gerade einmal 5 Minuten, bezahlt wird mit der Opal Card.

Fotostopp am Milsons Point

Am Fähranleger angekommen, stehst Du quasi direkt vor dem North Sydney Olympic Pool. Nach einem kurzen Blick ins Schwimmbad, wendest Du Dich nach rechts und machst am besten erst einmal einen kleinen Abstecher in den Kirribilli Park. Nimm Dir die Zeit und genieße den phantastischen Blick auf das Sydney Opera House, auf die Bucht, auf die Stadt.

Fun im Luna Park

Wenn Du jetzt schonmal auf dieser Seite der Brücke bist, kannst Du auch gleich dem kleinen Vergnügungspark Luna Park einen kurzen (oder je nach Laune auch längeren) Besuch abstatten. Der Eintritt ist frei. Wenn Du die Fahrgeschäfte nutzen möchtest, solltest Du vorher unbedingt die Öffnungszeiten checken.

mehr zum Luna Park


Wer etwas mehr Zeit übrig hat, kann den Weg vorbei am Luna Park in Richtung Lavender Bay laufen und sich Wendy’s Secret Garden anschauen.


Und los geht’s

Um zum ‚Einstieg‘ hoch zur Brücke zu kommen, läufst Du erstmal ein bisschen bergauf Richtung Bahnhof Milsons Point. Spätestens kurz vorm Bahnhof gehst Du nach rechts unter der Brücke durch. In diesem Areal findet übrigens an jedem 4. Samstag im Monat der Kirribilli Markt statt (www.kirribillimarkets.com). Und dort findest Du dann die Treppen hoch zur Brücke.  Wie gesagt, diese Seite ist den Fußgängern vorbehalten – die Fahrradfahrer nutzen die gegenüberliegende Seite.

Nächster Halt: Pylon Lookout

Auf deinem Spaziergang über die Brücke wirst Du sicher einige Male anhalten, um den Blick zu genießen und um Fotos zu machen. Du könntest jetzt einfach bis zum Ende durchlaufen oder Du machst einen Zwischenstopp beim zweiten Brückenturm: dem Pylon Lookout. Es kostet zwar etwa 15 AUS$ Eintritt (Stand 2018) und es sind immerhin 200 Stufen zu erklimmen, aber es lohnt sich! Man wird mit einem phantastischen Rundblick belohnt und erfährt zudem noch einiges über die Konstruktion und den Bau der Brücke.

Der Ticket-Schalter befindet sich übrigens im ‚1. Stock‘. Dort gibt’s natürlich auch den obligatorischen Souvenir-Shop. Öffnungszeiten und Eintrittspreise: www.pylonlookout.com

Der Ausstieg – verschiedene Varianten

Für den Spaziergang über die Harbour Bridge solltest Du etwa 30 Minuten einplanen. Je nach Dauer und Anzahl der Fotostopps. Und natürlich plus die Zeit, die Du auf dem Pylon Lookout verbracht hast. Die erste Möglichkeit für den „Abstieg“ bringt Dich direkt ins älteste Viertel Sydney’s: The Rocks.

Ich würde aber auf jeden Fall noch ein bisschen weitergehen und die zweite Möglichkeit nutzen. Der Weg führt dann zwar erstmal weiter an der viel befahrenen Straße entlang, aber man steuert dann direkt auf den Circular Quay zu. Das heisst, man befindet sich sozusagen über ihm, genauer gesagt, direkt über dem Bahnhof. Und wieder wird man mit einem tollen Überblick belohnt. Auch das Treiben und Gewusel dort unten – inklusive der Ein- und Abfahrten der Sydney Ferries – lässt sich von hier aus wunderbar beobachten. Hier gibt es dann tatsächlich auch einen gläsernen Aufzug, mit dem man ganz bequem direkt nach unten zum Circular Quay fahren kann – sozusagen mitten hinein ins Gewimmel.

Weiter bis zum Botanischen Garten

Wer etwas mehr Zeit hat, kann den kompletten Weg – den Cahill Walkway – noch bis zum Botanischen Garten weiter gehen. Zum krönenden Abschluss der Runde kommst Du dadurch direkt am Operhaus an. Auf etwa halber Strecke gibt es vorher noch einen weiteren Abstieg , der mitten in die Shopping- und Restaurant-Meile am Circular Quay führt.

Nur für Schwindelfreie

Du möchtest noch höher hinaus? So bis etwa 134 Meter über den Hafen? Dann solltest Du Dich für eine der Touren über den Bogen der Harbour Bridge anmelden, dem Bridge Climb. Es werden Touren unterschiedlicher Dauer und Preisklasse angeboten. Aber Vorsicht: aus der Nähe betrachtet geht es steiler hinauf als erwartet! Und bei 40 Grad und praller Sonne sollte man die Anstrengung auch nicht unterschätzen! www.bridgeclimb.com